Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Grundinstandsetzung Elbewehr Geesthacht

Das Wehr Geesthacht wurde als Teil der Staustufe Geesthacht von 1957 bis 1960 als 4-feldriges Sektorwehr mit Stromöffnungen von je 50 m lichter Weite bei Elbe-km 585,89 errichtet. Durch die beweglichen Verschlusskörper wird bis zu einem Abfluss von 1.200 m³/s der Stau im Oberwasser auf NN +4,00 m gehalten. Bei normalen Tiden ist das Wehr Geesthacht die Grenze für den von Ebbe und Flut beeinflussten Bereich. Das Wehr ermöglicht die leistungsfähige Hinterlandanbindung des Hamburger Hafens an den Elbe-Seitenkanal und somit an die Binnenwasserstraßen.

Aus dem Betrieb der Anlage und den Ergebnissen der umfangreifen Bauwerksprüfungen lagen Hinweise auf Umfang und Ursachen von Schäden an den stählernen Sektoren und am Massivbau vor.

Auf Basis einer dezidierten Schadenserhebung wurden die daraus resultierenden Instandsetzungen geplant. Weiterhin werden im Zuge der Grundinstandsetzung Anlagendefizite durch Ergänzung der Tosbecken behoben, die daraus resultierten, dass ein ursprünglich geplantes Laufwasserkraftwerk, dass bei niedrigen Abflüssen die gesamte Wassermenge aufgenommen hätte, nicht realisiert wurde. Dadurch wurden die Tosbecken mehr beansprucht als vorgesehen. Die Verschlüsse selbst werden nach einer Nutzungsdauer von 60 Jahren im Zuge der Grundinstandsetzung erneuert.

Verkehrliche Bedeutung Wehranlage Geesthacht Lage der Wehranlage Geesthacht

Luftbild Wehranlage Geesthacht Wehranlage Geesthacht Luftaufnahme mit Blick in Fließrichtung

Das WNA Hannover hat dieses Projekt 2020 vom WSA Lauenburg übernommen und führt die am Beispiel des Wehrfeld 3 erstellte Entwurfsplanung für das gesamte Wehr weiter. Die Grundinstandsetzung erfolgt wehrfeldweise unter Aufrechterhaltung des Betriebs aller Anlagenteile der Staustufe (Schleusen, Fischaufstiegsanlagen, Straßenbrücken B 404) und voller Leistungsfähigkeit für den Hochwasserabfluss der gesamten Staustufe einschließlich der Vorländer und der Überlaufschwelle.