Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Schleusentore Wilhelmshaven

Gundinstandsetzung von vier Schleusentoren

In Wilhelmshaven wurden bereits in den Jahren 1871, 1886 und 1909 Einfahrten mit Schleusen zu den Hafenanlagen erbaut, die jedoch jeweils durch die gestiegenen nautischen und schiffstechnischen Anforderungen mit der Zeit veraltet waren und rückgebaut wurden. Die ersten Planungen für den Bau der 4. Einfahrt und der Seeschleuse gehen auf das Jahr 1917 zurück.

In Wilhelmshaven wurden bereits in den Jahren 1871, 1886 und 1909 Einfahrten mit Schleusen zu den Hafenanlagen erbaut, die jedoch jeweils durch die gestiegenen nautischen und schiffstechnischen Anforderungen mit der Zeit veraltet waren und rückgebaut wurden. Die ersten Planungen für den Bau der 4. Einfahrt und der Seeschleuse gehen auf das Jahr 1917 zurück.

Seeschleuse Wilhelmshaven Seeschleuse Wilhelmshaven Seeschleuse Wilhelmshaven Quelle: Bundesanstalt für Wasserbau (BAW)

Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Anlage durch die Siegermächte zwischen 1947 und 1949 demontiert und teilweise gesprengt. Erst nach dem Beschluss zur erneuten Stationierung von Marineeinheiten in Wilhelmshaven im Jahr 1955 wurden Überlegungen angestellt, die Schleusenanlage der 4. Einfahrt wieder aufzubauen. Da die Schleusenkammern die Zerstörungen nach dem Krieg weitestgehend unbeschädigt überstanden hatten, wurde die Seeschleuse mit dem Neuen Vorhafen zwischen 1957 und 1964 wieder aufgebaut.

Die Seeschleuse Wilhelmshaven sowie der Neue Vorhafen sind Anlagen der Marine und unterstehen dem Bundesministerium für Verteidigung. Die Aufgaben zum Neubau und zur Unterhaltung der Marineanlagen sind gemäß Artikel 87b des Grundgesetzes der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes übertragen worden. Das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser-Jade-Nordsee nimmt diese Aufgaben vor Ort wahr.

Schleusentor Wilhelmhaven Schleusentor Wilhelmhaven Schleusentor Wilhelmhaven

Die besondere Bedeutung der Schleuse ergibt sich daraus, dass sie den einzigen Zugang zum inneren Marinehafen, zum Arsenalhafen und zu den Städtischen Häfen darstellt. Außerdem sind die Schleusentore (Schiebetore) Teil der Deichlinie und haben daher besondere Bedeutung für den Hochwasserschutz.

Schleusentor Wilhelmhaven Schleusentor Wilhelmhaven Schleusentor Wilhelmhaven

Altersbedingt weisen die vier Schleusentore eine Reihe von Schäden auf. Zur Anpassung an die aktuellen Bemessungswasserstände werden die vorhandenen Tore erhöht. Damit die vier vorhandenen Schleusentore umgebaut werden können während die Schleuse weiter betrieben wird, wurde vorab ein 5. Tor neu hergestellt und im Jahr 2007 in Betrieb genommen. Das Neubauamt Hannover plant den Umbau und die Grundinstandsetzung der vier „alten“ Tore aus den 1960iger Jahren. Neben der Erhöhung der Stauwand, der stahlbaulichen Ertüchtigung und der Erneuerung der maschinentechnischen Anlage ist die fachgerechte Entschichtung der mit PAK (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) belasteten Altbeschichtung ein wesentlicher Faktor bei den Umbauarbeiten. Der Umbau des ersten Tores hat 2018 begonnen und wird voraussichtlich 2021 abgeschlossen sein. Danach erfolgt der Umbau der weiteren Tore.