Inhalt: Ausbau des Stichkanals nach Osnabrück
Der Stichkanal Osnabrück (SKO) zweigt westlich von Bramsche bei MLK-km 30,38 aus dem Mittellandkanal (MLK) in südlicher Richtung ab und endet in den Hafenanlagen der Stadt Osnabrück. Seine Gesamtlänge beträgt rund 14,5 km, wobei die Bundeswasserstraße bei SKO-km 13,0 endet, die letzten 1,5 km gehören zum Hafen Osnabrück.
Der Höhenunterschied zwischen dem Wasserspiegel des MLK und dem Wasserspiegel im Hafen Osnabrück von 9,50 m wird durch zwei Schleusen, der Schleuse Hollage bei SKO-km 7,2 und der Schleuse Haste bei SKO-km 12,7 überwunden.
Die ursprünglichen Querschnitte des SKO - erbaut zu Beginn des letzten Jahrehunderts - lassen derzeit nur einen Richtungsverkehr mit Binnenschiffen mit einer Länge von max. 82 m und einer Breite von max. 9,50 zu. Die zulässige Abladetiefe beträgt 2,20 m für Fahrzeuge bis 9,00 m Breite bzw. 2,00 m für Fahrzeuge über 9,00 m bis 9,50 m Breite.
Im Rahmen des Ausbaus des MLK ist vorgesehen, auch die zugehörigen Stichkanäle auszubauen. Die Ausbauquerschnitte werden so gewählt, dass mindestens die Fahrt von Großmotorgüterschiffen (Länge bis 135 m, Breite 11,45 m, Tiefgang 2,80 m) in der Einzelfahrt möglich wird.
Der Ausbau erster Streckenabschnitte des SKO wurde ab 1980 begonnen.
In den letzten Jahren wurden 4 Brücken und 1 Düker neu gebaut sowie der Streckenabschnitt von SKO-km 2,5 - 6,15 ausgebaut. In den kommenden 2 Jahren müssen neben dem Neubau von einer Brücken und einem Düker noch der Streckenabschnitt zwischen SKO-km 8,9 - 11,54 ausgebaut werden.
